Hudson Taylor

Hudson Taylor war einer der ersten christlichen Missionare, die ins Innere Chinas vorgestoßen sind. Er enstammte, wie Wikipedia zu entnehmen ist, einer gläubigen Apotheker-Familie. Hört man den emotionalen Folkpop des Duos Hudson Taylor, möchte man eine Verbindung zu dieser historischen Figur herstellen, zu ihrer Spiritualität, womöglich zu ihrer Apotheker-Herkunft, aber diese Fährten führen ins Nichts. Der Bandname ist gar keine historische Referenz, sondern, weit weniger aufregend, der Familienname des Bruderpaares, welches das Duo bildet. Harry und Alfie Hudson-Taylor – früher traten sie als Harry & Alfie auf – veröffentlichten im Jahr 2015 ihr Debütalbum, „Singing for Strangers”. Wenn der Hashtag #vanlife, der für Freiheit und Aussteigertum und VW-Bus-Roadtrips steht, eine Band wäre, wäre er wohl Hudson Taylor. Inspirative „Uhs”, Akustikgitarren, verhallte Handclaps, Harmoniegesang, leicht verzerrte Blues-Licks, hohe Produktionswerte. Ihre brüderliche Kollaboration, so erzählte es Harry in einem Interview, begannen sie als kleine Kinder auf Familienfeiern, bei denen sie „Happy Birthday” in einer zweistimmigen Harmonie sangen. Als Teenager begannen sie, Straßenmusik in der Fußgängerzone von Dublin zu spielen. „Twist and Shout” war da ihre größte Nummer. Sie wollten sich etwas zum Taschengeld hinzuverdienen und waren überrascht, wie leicht es ihnen fiel, Leute zu unterhalten und (aus der Sicht von Teenagern) einen Haufen Geld zu verdienen. Jetzt machen sie es hauptberuflich.